Foto vom Bewegungschorprojekt „In Between“. Foto: Ramona Pöllett

Konzertreihe Harmonikale Musik 2025 – Rückblick

Die Harmonik-Reihe 2025 markiert einen wichtigen Entwicklungsschritt auf dem Weg zur heutigen Universellen Musik. In vier Konzerten wurde Musik präsentiert, die sich bewusst an naturgegebenen klanglichen Ordnungsprinzipien orientiert und mit reinen Intervallen sowie harmonikalen Zusammenhängen arbeitet.

Die Konzerte waren als künstlerisches Erkundungsfeld angelegt: Musik sollte nicht nur aufgeführt, sondern in ihrer Wirkung, Tiefe und Wahrnehmung erfahrbar gemacht werden. Dabei standen sowohl klassische Konzertformate als auch interdisziplinäre Ansätze im Mittelpunkt.

Die Harmonik-Reihe 2025 wurde gefördert vom Bezirk Mittelfranken und der Stadt Nürnberg.
Partner der Reihe war die Auferstehungskirche Nürnberg, die mit ihren Räumen einen geeigneten und offenen Rahmen für die Konzerte bot.


Die vier Konzerte der Reihe

Flyer zur Konzertreihe „Harmonikale Musik“ 2025 in der Evangelischen Auferstehungskirche Nürnberg-Zerzabelshof. Auf blauem Hintergrund sind vier Konzerte angekündigt: „Lieder und Songs für den Frieden“, „IN BETWEEN – Musik und Bewegung im Einklang“, „Harmonikales Klavier“ sowie „Es ist ein Schnitter heißt der Tod“. Gestalterisches Zentrum ist ein kreisförmiges, abstraktes Motiv, das an harmonikale Strukturen erinnert. Der Eintritt ist frei; gefördert vom Bezirk Mittelfranken und der Stadt Nürnberg.
Der Flyer zur Harmonik-Reihe 2025 dokumentiert die vier Konzerte, die im Laufe des Jahres in der Auferstehungskirche Nürnberg stattgefunden haben. Der Begriff „Universelle Musik“ hatte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht herausgebildet.

Im Laufe des Jahres fanden vier Konzerte mit unterschiedlichen thematischen und künstlerischen Schwerpunkten statt:

  • Lieder und Songs für den Frieden
  • IN BETWEEN – Musik und Bewegung im Einklang
  • Harmonikales Klavier
  • Es ist ein Schnitter heißt der Tod

Die Programme reichten von vokaler Musik über Klavierwerke bis hin zu einer Verbindung von Musik und Bewegungschor. Gemeinsam war allen Konzerten der Versuch, musikalische Ordnung, Ausdruck und Resonanz jenseits gewohnter Hörmuster erfahrbar zu machen.

Der zugehörige Flyer dokumentiert diese vier Konzerte und spiegelt den damaligen Stand der künstlerischen und begrifflichen Entwicklung wider.


Rückmeldungen und Auswertung

Begleitend zu den Konzerten wurden freiwillige Evaluationsbögen eingesetzt, um Eindrücke und Wahrnehmungen des Publikums festzuhalten. Die Rückmeldungen zeigten ein differenziertes Bild.

Ein Großteil der Hörer beschrieb die Musik als berührend und in ihrer Wirkung deutlich unterscheidbar von konventioneller Konzertmusik. Neben Begeisterung wurden auch herausfordernde Aspekte benannt, die jedoch häufig als Teil eines intensiveren Hörerlebnisses verstanden wurden. In einzelnen Rückmeldungen wurde die Wirkung der reinen Intervalle sogar als körperlich spürbar beschrieben.

Die Auswertung machte deutlich, dass harmonikale Ansätze eine besondere Wahrnehmungstiefe ermöglichen, zugleich jedoch Offenheit und Aufmerksamkeit beim Hören voraussetzen. Diese Erfahrungen bestätigten die künstlerische Relevanz des eingeschlagenen Weges und gaben wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Konzepts.


Von der Harmonikalen Musik zur Universellen Musik

Im Verlauf des Jahres 2025 wurde zunehmend deutlich, dass der Begriff „Harmonikale Musik“ den gewachsenen Erfahrungen nicht mehr vollständig gerecht wurde. Er beschrieb vor allem den klanglichen Aspekt – die Arbeit mit reinen Intervallen und harmonikalen Beziehungen –, ließ jedoch andere zentrale Dimensionen unberücksichtigt.

Aus der praktischen Arbeit, den Konzerten und den Rückmeldungen heraus entwickelte sich daher schrittweise der Begriff „Universelle Musik“. Er steht heute für ein umfassenderes Verständnis von Musik als ganzheitlichem System aus Klang, Struktur, Wahrnehmung, Ausdruck, Freiheit und Sinn. Die harmonikalen Prinzipien bleiben dabei ein tragendes Element, werden jedoch in einen größeren musikalischen und philosophischen Zusammenhang eingebettet.

Die Harmonik-Reihe 2025 kann rückblickend als Übergangs- und Entwicklungsphase verstanden werden, aus der sich das heutige Konzept der Universellen Musik organisch herausgebildet hat.


Bedeutung der Reihe

Die Harmonik-Reihe 2025 hat gezeigt, dass Musik, die sich an erweiterten Tonsystemen orientiert, eine besondere emotionale und wahrnehmungsbezogene Wirkung entfalten kann. Sie bildete eine wichtige Grundlage für die weitere künstlerische Arbeit und bereitete den Boden für die nachfolgende Konzertreihe Universelle Musik, die diese Erfahrungen aufgreift und in einem erweiterten Rahmen fortführt.