
Klingendes Denkmal 2018 – Rückblick
Die Konzertreihe „Klingendes Denkmal“ fand im Jahr 2018 statt und bildet den direkten künstlerischen Vorläufer der heutigen Universellen Musik. Bereits in dieser Reihe wurde konsequent in reinen Stimmungen musiziert – lange bevor sich der Begriff Universelle Musik herausgebildet hatte.
Ziel der Reihe war es, Musik in Beziehung zu setzen zu Ort, Geschichte und Raum. Historische Gebäude, Denkmäler und besondere architektonische Orte wurden nicht nur als Aufführungsorte genutzt, sondern als aktiver Teil des musikalischen Geschehens verstanden. Klang und Raum traten in einen Dialog, der das Hören vertiefte und den Orten eine neue, zeitgenössische Dimension verlieh.
Umfang und regionale Verankerung
Die Konzertreihe umfasste über 30 Konzerte und wurde an zahlreichen Orten in Nürnberg, Oberbayern, Mittelfranken, Oberpfalz und Niederbayern realisiert. Damit war Klingendes Denkmal von Beginn an als regionenübergreifendes Kulturprojekt angelegt, das lokale Besonderheiten mit einer gemeinsamen künstlerischen Idee verband.
Die dezentrale Struktur ermöglichte es, sehr unterschiedliche Orte in das Projekt einzubeziehen und Musik jeweils ortsspezifisch zu denken und zu gestalten.
Reine Stimmung als künstlerische Grundlage
Alle Konzerte der Reihe Klingendes Denkmal wurden vollständig in reinen Stimmungen realisiert. Die bewusste Abkehr von der gleichstufig temperierten Stimmung eröffnete einen erweiterten Klangraum, in dem Intervalle, Resonanzen und harmonikale Beziehungen unmittelbarer erfahrbar wurden.
Damit legte die Reihe eine wesentliche Grundlage für das spätere Verständnis von Musik als geordnetes, lebendiges System – ein Gedanke, der heute im Konzept der Universellen Musik weitergeführt und vertieft wird.
Programm und Ausrichtung
Die Konzertprogramme waren stilistisch offen angelegt. Sie reichten von Lied- und Klavierprogrammen über Chanson- und Musicalbearbeitungen bis hin zu freien musikalischen Formen. Entscheidend war nicht das Genre, sondern die klangliche Haltung: Musik sollte in ihrer inneren Stimmigkeit erfahrbar werden und in Beziehung treten zu den jeweiligen Orten.
So wurde das Denkmal nicht museal betrachtet, sondern klanglich belebt – als hörbares Erinnerungs- und Erfahrungsfeld.
Förderer und Unterstützer
Die Realisierung der Konzertreihe Klingendes Denkmal 2018 wurde maßgeblich ermöglicht durch die Förderung des Kulturfonds Bayern.
Darüber hinaus wurde das Projekt durch weitere regionale Unterstützer und Kooperationspartner getragen, die es ermöglichten, Musik, Kulturvermittlung und außergewöhnliche Konzertorte miteinander zu verbinden.
Bedeutung für die Universelle Musik
Rückblickend zeigt sich, dass Klingendes Denkmal 2018 bereits zentrale Elemente der heutigen Universellen Musik vorweggenommen hat:
die Arbeit mit reinen Stimmungen, die Verbindung von Klang und Raum, die Suche nach musikalischer Ordnung jenseits bloßer Stilfragen sowie das Verständnis von Musik als sinnstiftender Erfahrungsraum.
Die Reihe markiert damit einen wichtigen Ausgangspunkt für die spätere begriffliche und konzeptionelle Entwicklung der Universellen Musik, die diese Ansätze heute in einem erweiterten, ganzheitlichen Rahmen weiterführt.
